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10.9-L/6 Nachlass Lisch, Friedrich
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Basisinformation
Bestandsbeschreibung
multilang
Im Bestand befinden sich mehrere Archivalien mit Bezug zu Lischs sprachwissenschaftlicher Arbeit. Zum einen gibt es ein Dokument über die Schenkung indischer Handschriften des Jainismus von Hermann Halleur (zeitweise Missionar in Indien) an Lisch. Darin enthalten sind Briefwechsel mit Halleur und Albrecht Weber, der die Handschriften untersuchte. Außerdem ist ein Briefwechsel mit Friedrich August Rosen überliefert, in dem es ebenfalls um sprachvergleichende Themen geht. Des Weiteren befindet sich ein Brief von Steinhard aus Lübeck, einem früheren Lehrer Lischs, mit Anerkennung für dessen Arbeiten auf dem Gebiet der Sprachforschung, insbesondere des Sanskrit.
Signatur
10.9-L/6
Verzeichnungsstufe
vocabularystrict
Bestand ref
Datum bis
1897-12-31
Titel
10.9-L/6 Nachlass Lisch, Friedrich
Datum von
1804-01-01
Langunterlagen
4
Bearbeitungsstatus
vocabularystrict
05 veröffentlicht ref
Letzte Bearbeitung
163
Bestandsbeschreibung (Zitat)
Bestandsgeschichte:<lb/>Lisch, Georg Christian Friedrich<lb/>geb. 29.3.1801 Alt Strelitz, gest. 22.9.1883 Schwerin<lb/>Kollaborator am Gymnasium Fridericianum in Schwerin (1827), Archivar im Geheimen und Hauptarchiv Schwerin (1834), Gründer des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (1835), Doktortitel (1848), Archivrat (1856), Geheimer Archivrat (1867), Direktor der großherzoglichen Altertümer- und Münzsammlungen, Konservator der historischen Kunstdenkmäler (1852)<lb/><lb/>Inhalt:<lb/>Notizen, Manuskripte, Materialsammlungen zur mecklenburgischen Geschichte einschließlich Vorgeschichte, zur Kunst- und Kulturgeschichte, zu historischen Hilfswissenschaften; Vorarbeiten zu den Veröffentlichungen des Nachlassers in den Jahrbüchern des Geschichtsvereins und zu anderen Publikationen, Sonderdrucke; Korrespondenzen mit wissenschaftlichen Vereinen, Institutionen und Gelehrten; persönliche Unterlagen, wie Zeugnisse, Bestallungsurkunden, Ehrendiplome, Urkunden über Ordensverleihungen, eigene Gedichte; Familienpapiere, wie Zeugnisse der Kinder, Testamente, Nachlassinventare; Korrespondenzen zwischen den Familienmitgliedern.<lb/><lb/>Vorwort zum Findbuch:<lb/>Der Nachlaß Friedrich Lischs muß als Mischbestand angesehen werden, da durch seine in Personalunion ausgeübten Tätigkeiten und seine Hauptarbeitsstätte - das Geheime und Hauptarchiv - eine Bestandsabgrenzung nicht möglich war. Es kann davon ausgegangen werden, daß sich der größte Teil seines Nachlasses bereits von Anfang an im Archiv befunden hat, angereichert mit Quellen verschiedenster Provenienzen, die Lisch für seine Ausarbeitungen benutzte und die noch nicht an ihren Archivstandort zurückgelegt waren. Ende September 1883 wurde der Geheime Archivrat Dr. Wigger vom Ministerium des Innern ""mit der Sicherstellung der Officialpapiere im Nachlaß des am 22. Sept. verstorbenen Geh. Archivrats Dr. Lisch beauftragt"". Die Schilderung der späteren Erschließungsetappen wird zeigen, daß diese Aufgabe von ihm nicht gänzlich ausgeführt wurde. Ebenso verhält es sich mit der Ergänzung des Nachlasses im Mai 1921: Dem Geheimen und Hauptarchiv wurde ein Koffer mit Urkunden, Briefen und wissenschaftlichen Aufzeichnungen durch den Enkel Lischs, den Bürgermeister Dr. Hermann Lisch in Elze übereignet. Der damalige Archivdirektor Dr. Stuhr legte fest, welchen einzelnen Beständen die in dem Koffer befundenen Unterlagen zugeordnet werden sollten. Die meisten waren für verschiedene Pertinenzbestände vorgesehen, nur ein Bruchteil gelangte in den Nachlaß Lisch. Von den mitgelieferten Urkunden der Familie Maltzan war 1997 erst eine dem Bestand Gutsurkunden Trechow zugeordnet, während sich alle anderen zu diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr beim Nachlaß befanden, aber noch ihrer Bearbeitung harrten. Dieser Zustand wurde inzwischen bereinigt.<lb/>Die erste Bearbeitung des Bestandes erfolgte im Jahre 1983 durch den Kollegen Karl-Heinz Steinbruch und die Praktikanten der Fachschule für Archivwesen in Potsdam, Michalczik und Prestin sowie den Absolventen der Sektion Geschichte der Humboldt-Universität in Berlin, Rehberg. Die überlieferten Akten, die sich zu diesem Zeitpunkt in einer willkürlichen Reihenfolge befanden, waren von Lisch selbst nach sachlichen Zusammenhängen oder Korrespondenzpartnern gebildet und beschriftet worden. Der Grund für die Aufbereitung und Archivierung der Materialsammlungen und vor allem der zahlreich erhaltenen Briefe dürfte nicht nur am Interesse Lischs als Archivar gelegen haben, sondern gleichzeitig auch an seiner Aufgabe als Sekretär des Geschichtsvereins - die Erfüllung des Statutes. Dort heißt es u. a.:<lb/><lb/>"§ 8 Ferner ist es Zweck des Vereins, durch Briefwechsel mit Sachverständigen auserhalb Meklenburg vaterländische Gegenstände zu erörtern und den Briefwechsel zu ordnen und aufzubewahren. ... § 29 Der Ausschuss empfängt, ordnet, bewahrt und verwaltet durch die Beamten des Vereins oder noch ausserdem zu bestellende Geschäftsträger die Arbeiten und Beiträge der Mitglieder..."" An dieser Stelle dürfte das Abgrenzungsproblem noch einmal deutlich zu Tage treten, das bereits der Nachlasser gehabt haben muß. Auch der Umstand, daß in Briefen meist verschiedene Themen abgehandelt werden und je nach Intensität der Beziehungen zwischen den Korrespondenzpartnern persönliche Nachrichten eingeflossen sind, unterstreicht die Schwierigkeiten bei der Aktenbildung.<lb/>Die vorliegenden Sachakten, die von Lisch mit Schlagworten versehen waren, erhielten einen Aktentitel und gegebenfalls erläuternde oder ergänzende Enthält-Vermerke. Danach wurden sie nach den Tätigkeitsfeldern und Forschungsgebieten Lischs geordnet. Briefe mit entsprechendem sachlichen Bezug verblieben in den jeweiligen Akten. Für die sogenannten Korrespondenzakten, bei denen auch schon bei Lisch keine sachliche Zuordnung möglich war, wurde eine allgemeine Aktengruppe ""Korrespondenzen nach Partnern A-Z"" geschaffen. Hier wurden - ohne nähere Inhaltsangaben zu den Briefen - nur die Korrespondenzpartner namentlich erfaßt und alphabetisch gereiht. Während der Erschließung aufgefundene Fremdprovenienzen (s. o.) wurden aus dem Nachlaß herausgelöst und den entsprechenden Beständen zugewiesen. In den nachfolgenden Jahren aufgefundene Nachlaßteile wurden auf der Grundlage der geschaffenen Ordnung nachträglich in die entstandene Findkartei eingearbeitet.<lb/>Anläßlich des 200. Geburtstages von Friedrich Lisch entstand ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Landeshauptarchiv Schwerin und dem Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, das sich die Verbesserung des Erschließungszustandes und die endgültige Bearbeitung des Bestandes zur Aufgabe stellte. Generell ging es um eine nochmalige Überprüfung und Vereinheitlichung sowie inhaltliche Ergänzungen der Verzeichnungsangaben, insbesondere um die genaue Identifizierung der einzelnen Korrespondenzpartner mit Hilfe verschiedener Nachschlagewerke und durch Schriftvergleiche anhand der Quellen. Arbeitsteilig übernahmen die Kolleginnen, Frau Dr. Elsbeth Andre und Frau Brigitta Steinbruch (LHAS), den Sachaktenteil, während sich Herr Karl-Heinz Steinbruch M. A. (Geschichtsverein) den sogenannten Korrespondenzakten widmete. Angemerkt sei hier, daß es sich bei diesen Akten zum größten Teil um Briefe an Lisch handelt; nur in wenigen Fällen liegen auch seine Entwurfsschreiben bei.<lb/>Während bei der Durchsicht der Sachakten vor allem die darin enthaltenen Briefe bzw. die bisher ungenannt gebliebenen Briefpartner erfaßt wurden, sind im Korrespondenzaktenteil durch Intensiverschließung die Hauptinhalte der Briefe aufgenommen worden.<lb/>Diese Erschließungsarbeiten erfolgten computergestützt mit dem Faust-Programm. Dadurch war es möglich, gleichzeitig Sach-, Orts- und Personenindices zu erstellen, die auch den anhängenden - nachfolgend beschriebenen - Inventarteil umfassen.<lb/>Der Nachlaß widerspiegelt in großem Maße die umfangreichen Arbeitsergebnisse auf Lischs beruflichen Tätigkeitsfeldern sowie seinen vielseitigen Forscherdrang auf den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Gebieten. Er enthält neben Notizen, Manuskripten, Materialsammlungen Lischs zu den verschiedensten Sachthemen, den Vorarbeiten zu seinen Veröffentlichungen in den Jahrbüchern des Geschichtsvereins eine Vielfalt von Korrespondenzen mit wissenschaftlichen Vereinen, Institutionen und namhaften Gelehrten seiner Zeit. Dagegen nehmen seine persönlichen und Familienangelegenheiten nur einen kleinen Platz ein. Der Gesamtumfang des Bestandes beträgt 6 lfm (laufende Meter), er wird unter der Bezeichnung 10.9-L/6 Nachlaß Friedrich Lisch geführt.<lb/><lb/>Schwerin, 2001 Brigitta Steinbruch<lb/><lb/><lb/>Quelle: http://archivdatenbank.landeshauptarchiv-schwerin.de/dothes.FAU?sid=4B7CC6CD10&dm=1&thes=2
Kontext
10. Nichtstaatliches Archivgut > 10.9 Familien- und Personennachlässe > 10.9-L
Umfang
6 lfm
Archivalientyp
vocabularystrict
—
Arbeitsschritte
vocabularystrict
—
Notizen
Informationen beruhen auf Online-Recherche im Juni 2021.
Datum (Verifikation)
—
Datum (Text)
—
Klassifikation
multiple
—
Bestandsbeschreibung (Zitat)
—
Rechte
—
Bezüge
Aufbewahrungsort
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Sachindex
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Ortsindex
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Personenindex
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Provenienzbildner
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